Rückstandshöchstgehalte für Chlorat und Perchlorat in Lebensmitteln

Aktuelle Grenzwerte, sichere Bewertung

Chlorat und Perchlorat gehören zu den unerwünschten Stoffen, die über den Wasserweg in nahezu jedes Lebensmittel gelangen können – meist unbemerkt, aber inzwischen klar reguliert. Für Hersteller, Importeure und Rohstofflieferanten lohnt sich ein genauer Blick auf die aktuellen Rückstandshöchstgehalte und die passende Analytik.

Für Rückstände von Chlorat und Perchlorat in Lebensmitteln gelten in der EU feste Rückstandshöchstgehalte – Chlorat über die Verordnung (EG) Nr. 396/2005 (ergänzt durch Verordnung (EU) 2020/749), Perchlorat über die Kontaminanten-Verordnung (EU) 2023/915. Früher wurden Chlorat-Funde einzelfallbezogen bewertet und für Perchlorat gab es lediglich unverbindliche Referenzwerte – heute ist der Grenzwert für beide Stoffe klar geregelt.

Ein aktuelles EFSA-Gutachten zu Perchlorat (Mai 2025) bestätigt: Bei einer duldbaren täglichen Aufnahme (TDI) von 1,4 µg/kg Körpergewicht besteht durch die ernährungsbedingte Aufnahme derzeit keine gesundheitliche Gefährdung für die Bevölkerung.

Wie gelangen Chlorat und Perchlorat in Lebensmittel und Rohstoffe?

Chlorat und Perchlorat sind beide wasserlöslich und verbreiten sich deshalb leicht über den Wasserweg – das macht sie in nahezu allen Lebensmittelkategorien sowie in lebensmitteltauglichen Rohstoffen auffindbar, mit unterschiedlichem Schwerpunkt.

Chlorat entsteht überwiegend als Nebenprodukt der Wasserdesinfektion (Trink-, Wasch- und Prozesswasser) sowie beim Einsatz chlorhaltiger Reinigungsmittel in der Lebensmittelverarbeitung. Betroffen ist praktisch die gesamte Bandbreite an Lebensmitteln, besonders verarbeitete Produkte – aber auch chemische Rohstoffe wie Kaliumhydroxid (KOH) in Food-Grade-Qualität.

Perchlorat stammt teils aus natürlichen Quellen (z. B. Chilesalpeter-Düngemittel), teils aus industriellen Anwendungen wie Feuerwerkskörpern oder Raketentreibstoffen sowie aus kontaminiertem Bewässerungswasser. Am häufigsten betroffen sind Obst, Gemüse, Tee/Kräutertee und Säuglingsnahrung.

Unser Testangebot bei NukLab

NukLab bietet die Rückstandsanalytik von Chlorat und Perchlorat mittels LC-MS/MS als kombinierte Einzelmethode an – anwendbar auf Lebensmittel ebenso wie auf lebensmitteltaugliche Rohstoffe und Hilfsstoffe, zum Beispiel Kaliumhydroxid oder andere Prozesschemikalien mit Food-Grade-Anspruch.

Prüfen Sie, ob Chlorat und Perchlorat bereits Teil Ihres Eigenkontroll- bzw. QS-Monitoringplans sind. Ist das nicht der Fall, empfehlen wir eine stichprobenartige Analyse Ihrer Produkte oder Rohstoffe im Labor, um sich ein aktuelles Bild der Rückstandssituation zu verschaffen – bevor eine Grenzwertüberschreitung zum Problem wird.

Quellen

Fragen zu Ihrer Probe oder zur Rückstandsanalytik?

Wir beraten Sie gerne, welche Analysenmethode für Ihre Matrix passt und wie eine Chlorat- und Perchlorat-Analyse bei uns abläuft.

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